{"id":59,"date":"2016-06-12T16:23:43","date_gmt":"2016-06-12T14:23:43","guid":{"rendered":"https:\/\/www.viaemisericordiae.org\/?page_id=59"},"modified":"2021-04-29T18:02:58","modified_gmt":"2021-04-29T16:02:58","slug":"tappa-bagnacavallo-solarolo","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.viaemisericordiae.org\/de\/le-tappe\/tappa-bagnacavallo-solarolo\/","title":{"rendered":"4\u00b0 Etappe: BAGNACAVALLO &#8211; SOLAROLO"},"content":{"rendered":"<p><\/p>\n<h2><strong>Von Bagnacavallo nach Solarolo<\/strong><\/h2>\n<p>Strecke von Bagnacavallo nach Solarolo<br \/>\nAbfahrt: Bagnacavallo, Landpfarrei Sankt Peter in Sylvis.<br \/>\nZwischenstationen: Haus von Nilde Guerra bei S. Potito, Cotignola, Kultst\u00e4tte Mutter der Gesundheit bei Solarolo<br \/>\nZiel: Solarolo<br \/>\nStreckenl\u00e4nge: 20 km<br \/>\nDauer: 5 Stunden<\/p>\n<p>Von der Landpfarrei Sankt Peter in Sylvis bei Bagnacavallo nehmen Sie Via Bagnoli Inf., dann rechts in Via Bruciamolina und danach weiter in Via Storta. An der Hausnummer 13 k\u00f6nnen Sie eine kurze Pause im Haus machen, wo die Ehrw\u00fcrdige Nilde Guerra gewohnt hat. Gehen Sie auf den Damm vom Fluss Senio hinauf und weiter s\u00fcdw\u00e4rts bis zur Kreuzung mit Via Chiusa, wo sich die Stele 3579 befindet, die uns an die Durchbrechung der nazifaschistischen Front am Fluss Senio im April 1945 erinnert.<br \/>\n\u00dcberqueren Sie den Fluss bei der Br\u00fccke und gehen Sie weiter auf den anderen Flussdamm bis Cotignola. Auf dem Platz Vittorio Emanuele II befindet sich einen Brunnen. Auf dem Platz des Wiederstands gibt es zwei Stelen, die 2306 und die 2307 zum Gedanken an die Opfer des Zweiten Weltkriegs. Gehen sie auf den Flussdamm weiter und bei Via Ponte Pietra (SP. 62) gibt es einen Brunnen und eine Tafel, auf der steht, wie die Gemeindem\u00fchle von Cotignola (Chiusaccia) aussah und funktionierte. Weiter auf dem Flussdamm treffen Sie die Landstra\u00dfe 7, dann biegen Sie rechts in Via Fabbretti ab. Gehen Sie immer geradeaus bis die Kultst\u00e4tte Mutter der Gesundheit bei Solarolo.<br \/>\nDann nehmen Sie Via Madonna della Salute bis zum Ende dieser Stra\u00dfe, dann rechts in Richtung Zentrum, wo die Kirche Maria Himmelfahrt sich befindet.<\/p>\n<p>N\u00fctzliche Infos: in manchen Jahreszeiten k\u00f6nnen einige Dammstrecken (besonders au\u00dferhalb der D\u00f6rfer) hohen Grass haben, der den Gang verhindert. In solchen F\u00e4llen k\u00f6nnen Sie die kleinen Landstra\u00dfen entlang dem Kanal benutzen. Auf der Karte wird die beschriebene Strecke auf den D\u00e4mmen gezeigt, sowie eine alternative Strecke unter dem Damm.<\/p>\n<h2><strong>Sehensw\u00fcrdigkeiten<\/strong><\/h2>\n<p>Die Strecke ist ganz flach und l\u00e4uft durch den niedrigsten Teil der Romagna, unter sch\u00f6nen Landpfarreien, Obst- und Weing\u00e4rten und Getreidefeldern. Diese Strecke folgt den historischen Romeiweg (Mittelalter), durch den die Pilger die alte Via Faentina (II Jhd.) \u00fcberquerten und durch den Apennin von Faenza und die Stadt Florenz in die ewige Stadt Rom ankamen.<\/p>\n<p>Unser Weg f\u00e4ngt bei der Landpfarrei Sankt Peter in Sylvis, ein Beispiel der protoromanischen Architektur (oder Architektur des Exarchats) aus dem VII Jhd. Es handelt sich um eine der sch\u00f6nsten und besser erhaltenen Landkirchen der ganzen Romagna. Es scheint, dass diese Kirche der \u00f6stlichste Hafen des s\u00fcdlichen Rands der Moore der M\u00fcndung des Pos war. Sie hat eine schn\u00f6rkellose Fassade und einen verlegten Glockenturm. Drinnen ist sie durch Rundb\u00f6gen und Pfeiler in drei Kirchenschiffe unterteilt und auf dem \u00fcberh\u00f6hten Hochaltarraum k\u00f6nnen Sie einen kleinen Altar, ebenso aus dem VII Jhd., beobachten. In der polygonalen Apsis sind Fresken (1320-25) zu bewundern, die vermutlich von einem K\u00fcnstler aus Rimini realisiert wurden. Sie zeigen den Erl\u00f6ser Evangelisten und Aposteln und den gekreuzten Christus zwischen der Madonna und dem Heiligen Johannes.<\/p>\n<p>Bagnacavallo hielt immer Kontakte mit den St\u00e4dten auf der Via Emilia, denn diese Ortschaft verf\u00fcgte nicht nur \u00fcber eine Stra\u00dfe, die sie mit Faenza in Verbindung setzte (als \u201estrada magistra\u201c = \u201eHauptweg\u201c in der Descriptio von 1371 gezeigt), sondern auch \u00fcber die Flusswege von Senio, Santerno und Lamone, die von Kaufleuten und Pilgern befahren wurden. Das alte \u201ecastrum Tiberiacum\u201c sah ganz anders als die heutige Bagnacavallo aus. Nur der n\u00f6rdliche Teil der Innenstadt weist uns auf das mittelalterliche Dorf. Auf dem Freiheitsplatz (Piazza della Libert\u00e0) sind noch den Turm aus dem XIII Jhd. und das nebenliegende alte Palais zu sehen. Von dort entfernen sich einige Bogeng\u00e4nge, die uns an die alte Stadt erinnern.<\/p>\n<p>Im Lauf des Weges geht man am Haus der ehrw\u00fcrdigen Nilde Guerra vorbei.<\/p>\n<p>Durch Obstg\u00e4rten und kultivierte Felder kommt man in die kleine Stadt Cotignola an, die seit 1177 diesen Namen hat, wie eine Urkunde desselben Jahres beweist. Die Stadt wurde zu der r\u00f6mischen Zeit gegr\u00fcndet und im Lauf des Mittelalters wurde sie von st\u00e4ndigen K\u00e4mpfen betroffen. Viele waren also die Beherrscher, die aus unterschiedlichen St\u00e4dten kamen: Lugo, Faenza, Ferrara, Venedig und zuletzt aus Rom, als der Kirchenstaat die Stadt von 1409 bis 1859 fast ununterbrochen besa\u00df (die Sforza und die Venetianer konnten nur kurz die Stadt halten). 1372 wurde Cotignola vom Papst Gregor XI zur Stadt Faenza verbunden und dem Giovanni Acuto gegeben, der beschloss, neue Mauer um die Stadt aufzubauen. Von jener Zeit an wurde Cotignola als eine prestigevolle und wichtige Stadt betrachtet, wie auf dem Notariatsakt von Pio de Quondam Zangolino de Pedercinis vom 23. Juni 1376 steht, der sich im Archiv der Stadt befindet. Das einzige Geb\u00e4ude, das den Zweiten Weltkrieg \u00fcberlebt hat, ist das Kloster der Observanten aus dem XV Jhd. Die Kirche ist zu Sankt Franz von Assisi gewidmet und enth\u00e4lt, innerhalb eines Glasreliquiars, den unbescholtenen Leib vom Seligen Antonio Bonfadini, einem Prediger aus Ferrara, der sich nach seiner Reise nach Heiligem Land in Cotignola aufhielt und 1482 hier starb. Dieser Ort enth\u00e4lt auch die wundersch\u00f6nen Gem\u00e4lde aus dem XV Jhd. von Marchesi und den Zaganelli, sowie die T\u00f6pferwaren von Bassi, einem kontempor\u00e4ren K\u00fcnstler und Maler.<\/p>\n<p>Unter den religi\u00f6sen Geb\u00e4uden lohnt es sich, die Stiftkirche vom Protom\u00e4rtyrer Sankt Stephan zu besichtigen. Sie wurde im Jahr 1376 aufgebaut. Im Hochaltarraum befindet sich das Graben des Erzbischofs von Dubrovnik Rinaldo Graziani, das im XVI Jhd. vom K\u00fcnstler Pietro Barilotto aus Faenza eingemei\u00dfelt wurde. In der Kirche ist es auch m\u00f6glich, ein sch\u00f6nes Bild aus der Gewerbeschule der Carracci zu bewundern. Andere Sehensw\u00fcrdigkeiten sind die Landpfarrei von Sankt Stephan bei Barbiano und der Turm vom Acuto.<\/p>\n<p>Solarolo ist das Ziel der vierten Etappe. Die ersten menschlichen Ansiedlungen in diesem Gebiet gehen auf die Bronzezeit (XVI-XV Jhd. v. Chr.) zur\u00fcck. Bemerkenswerter ist aber die r\u00f6mische Besiedlung der Gegend, die mit den Ereignissen von Bonomia (Bologna), Faventia (Faenza) und Forum Cornelii (Imola) verbunden war. Die \u201eLimitatio\u201c (Zenturiation) begann n\u00e4mlich im Jahr 187 v.Chr. Im Mittelalter folgten viele Herrschaften aufeinander, u.a. die von Faenza, Bologna und schlie\u00dflich die vom Kirchenstaat, der Solarolo bis die italienische Einheit besa\u00df. Zu der faschistischen Zeit erlitt diese Gemeinde viele Opfer und Schaden. Der Wiederaufbau war langsam aber vern\u00fcnftig, sodass die Stadt heute lebenswert ist. Es handelt sich um eine moderne Gemeinde, deren wichtigste Sehensw\u00fcrdigkeiten sind: das Oratorium der Annunziata, die Stadtmauer von den Manfredi (Herrschaften von Faenza), das Schlosstor und die Kultst\u00e4tte Mutter der Gesundheit. Sie wurde zwischen 1731 und 1736 nach einem Entwurf vom K\u00fcnstler Carlo Cesare Scaletta aus Faenza gebaut. Der Hauptaltar aus Marmor wurde von den Br\u00fcdern Toschini aus Ravenna realisiert. Die Kultst\u00e4tte wurde einen w\u00fcrdigen Sitz eines Heiligenbilds der Mutter Gottes. Die Andacht des Volks ist von vielen Votivtafeln bewiesen, die hier Platz finden.<\/p>\n<p><iframe loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.google.com\/maps\/d\/u\/1\/embed?mid=1aHti7_5y5lY7qVW3ReeKslG7ycw\" width=\"640\" height=\"480\" data-mce-fragment=\"1\"><\/iframe><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.viaemisericordiae.org\/download\/\">Kmz-Datei (auch mit Google Earth verwendbar) herunterladenEtappe als PDF-Datei herunterladen<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/drive.google.com\/open?id=0B7MxNIjPCxoKVlhkd1NSbGo4TGs\">Etappe als PDF-Datei herunterladen<\/a><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von Bagnacavallo nach Solarolo Strecke von Bagnacavallo nach Solarolo Abfahrt: Bagnacavallo, Landpfarrei Sankt Peter in Sylvis. Zwischenstationen: Haus von Nilde Guerra bei S. 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