{"id":87,"date":"2016-06-12T17:30:34","date_gmt":"2016-06-12T15:30:34","guid":{"rendered":"https:\/\/www.viaemisericordiae.org\/?page_id=87"},"modified":"2021-04-29T18:44:23","modified_gmt":"2021-04-29T16:44:23","slug":"tappa-montepaolo-faenza","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.viaemisericordiae.org\/de\/le-tappe\/tappa-montepaolo-faenza\/","title":{"rendered":"11\u00b0 Etappe: MONTEPAOLO &#8211; FAENZA"},"content":{"rendered":"<p><\/p>\n<h2><strong>Von der Einsiedelei von Montepaolo nach Faenza <\/strong><\/h2>\n<p>Abfahrt: Einsiedelei von Sankt Anton in Montepaolo<br \/>\nZiel: Faenza<br \/>\nStreckenl\u00e4nge: 23 km<br \/>\nDauer: 6 Stunden<\/p>\n<p>Von der R\u00fcckseite der Einsiedelei l\u00e4uft ein nichtasphaltierter Weg hinab ab, den Sie 600 Meter lang immer geradeaus unabh\u00e4ngig von den Abzweigungen nehmen m\u00fcssen. Bei der Hausnummer 37 biegen Sie einen Pfad nach rechts, den Sie auch unabh\u00e4ngig von den Abzweigungen abw\u00e4rts begehen m\u00fcssen. Gehen sie an einem gro\u00dfen Leitungsmast und nach 350 Meter an einigen Ruinen vorbei. Von den Ruinen gehen Sie noch 500 Meter weiter, dann biegen Sie links bei der n\u00e4chsten Abzweigung ab. Danach l\u00e4uft der Pfad auf den Bergen und Sie k\u00f6nnen sch\u00f6ne Anblicke auf die Umgebungen haben.<br \/>\nBei der n\u00e4chsten Abzweigung (eine mit einer Stra\u00dfe links, die entlang einem kleinen eingez\u00e4unten Wald l\u00e4uft) nehmen Sie diese Stra\u00dfe und steigen Sie etwa 1 Km lang bis Via Monte Paolo herab, die eine Kiesstra\u00dfe ist. Nach 2 Km auf Via Monte Paolo (die auf der Talsenke l\u00e4uft) kreuzen Sie eine asphaltierte Stra\u00dfe (SP.73), die Sie links nehmen m\u00fcssen. Diese Stra\u00dfe ist verkehrsarm, trotzdem m\u00fcssen Sie auf die Autos aufpassen!<br \/>\nGehen Sie 650 Meter weiter, \u00fcberqueren Sie eine Br\u00fccke, gehen Sie an dem Wurftaubenschie\u00dfplatz vorbei und kommen Sie zur Kreuzung mit Via Croce an.<br \/>\nNehmen Sie Via Croce und nach 1 Km biegen Sie links in Via Montefortino ab. Hier ist die Strecke wieder auf den H\u00fcgeln und wenn es keinen Bewuchs gibt, k\u00f6nnen Sie die umliegenden T\u00e4ler bewundern.<br \/>\nGehen Sie durch Via Montefortino weiter bis das Landhaus \u201eLa Morattina\u201c, wo die Stra\u00dfe ihren Namen in Via S. Mamante \u00e4ndert. Reisen Sie diese Stra\u00dfe 1.2 Km weiter durch, bis Sie einen Pfad auf der linken Seite kreuzen. Dieser Pfad hei\u00dft \u201eSentiero dell\u00b4amore\u201c (Liebepfad) denn es gibt geschriebene Liebes\u00e4tze auf einigen B\u00e4umen. Passen Sie auf, den obersten Pfad zu begehen und nicht den untersten.<br \/>\nNach etwa 1 Km kommen Sie direkt in Oriolo die Fichi an, ein kleines Dorf auf den H\u00fcgeln s\u00fcdlich von Faenza, dessen wichtigsten Sehensw\u00fcrdigkeiten die Kirche S. Apollinaris und der Turm sind.<br \/>\nVon Oriolo begehen Sie die asphaltierte Stra\u00dfe 2 Km lang hinab (von jetzt an l\u00e4uft die Strecke nur auf asphaltierten Stra\u00dfe, also m\u00fcssen Sie aufmerksamer sein), bis sie Via S. Mamante kreuzen, in die Sie links gehen.<br \/>\nGehen Sie auf Via S. Mamante 1.5 Km weiter bis Via Ramona, dann rechts bis Via Banaffa (etwa 1,5 Km weiter).<br \/>\nNehmen Sie Via Banaffa links und begehen Sie diese Stra\u00dfe 3 Km lang bis die Via Emilia\/Via Forlivese. Nehmen Sie den Radweg (passen Sie auf jeden Fall auf die viele Autos auf, die hier fahren) auf der linken Seite bis eine Stra\u00dfenunterf\u00fchrung in der N\u00e4he eines Rondeaus. Nach der Unterf\u00fchrung nehmen Sie den Radweg 350 Meter bis zur Ampel, dann links in Via Malta. Am Ende der Stra\u00dfe beigen Sie rechts in Via Forlivese ab. Von hier ab l\u00e4uft die Strecke immer geradeaus bis zum Zentrum von Faenza. Gehen Sie unter das einziggebliebene Tor der Stadt, Porta delle Chiavi (Schl\u00fcsseltor), von dem Corso Europa bis zur Br\u00fccke (Ponte delle Grazie) l\u00e4uft. Nach der Br\u00fccke f\u00e4ngt Corso Saffi an, der bis zum Hauptplatz und zum Dom f\u00fchrt.<\/p>\n<h2>Sehensw\u00fcrdigkeiten<\/h2>\n<p><strong>Oriolo<\/strong><\/p>\n<p>Diese Ortschaft war schon zur r\u00f6mischen Zeit angebaut, aber wurde nur im Mittelalter wichtig, als der Herzbischof von Ravenna 868 n.Chr. sie befestigte und die zu Sankt Apollinaris gewidmete Kirche errichtete. In der Renaissance wurde die H\u00f6henburg von Carlo II Manfredi, Herrschafter von Faenza, gekauft und 1476 wiederaufgebaut. Das Ergebnis steht vor uns alle: ein sechskantiger Turm mit zwei rechten Winkel, eine Eigenschaft, die diesen Turm einzigartig in Italien macht. Er ist 18 Meter hoch und hat f\u00fcnf St\u00f6cke, zwei davon unterirdische, die durch eine Spindeltreppe miteinander verbunden sind. Im Turmgarten (\u00d6ffnungszeiten: im Sommer Samstag, Sonntag und Feiertage von 14.30 bis 18.30 oder nach telefonischer Vereinbarung an +39 0546 642162) befinden sich Fruchtb\u00e4ume, Dekor- und urw\u00fcchsige Pflanzen. Bemerkenswert sind die f\u00fcnf Pinien, die die Familie Caldesi pflanzte und die den ganzen H\u00fcgel charakterisieren und einen suggestiven Rahmen zur H\u00f6henburg bilden. Rund um das Dorf k\u00f6nnen Sie einige runde Pfade bzw. Wege, auf denen landschaftliche, historische und naturwissenschaftliche Sehensw\u00fcrdigkeiten zu finden sind.<br \/>\nIn diesem Gebiet wurden auch wichtige historische Befunde entdeckt, wie z.B. ein intakter Sch\u00e4del von Mammuthus Meridionalis, der 1987 gefunden wurde und heute im Gemeindemuseum der Naturwissenschaften von Faenza aufgestellt ist.<br \/>\nIm Dorf k\u00f6nnen Sie auch die Pfarrkirche Sankt Apollinaris (898 n.Chr.) besichtigen, die nach den Bombenangriffen des Zweiten Weltkriegs wiederaufgebaut wurde und die das wertvolle Bild der Mutter des Rosenkranzes aus 1601 von Marcantonio Rocchetti enth\u00e4lt.<\/p>\n<p><strong>Faenza<\/strong><\/p>\n<p>Faenza befindet sich auf der Via Emilia an der Kreuzung mit dem altert\u00fcmlichen Weg, der vom Hafen Ravennas bis die Toskana und das Tyrrhenisches Meer f\u00fchrt. Dank dieser Lage konnte die Stadt im Lauf der Geschichte Beziehungen nicht nur mit den St\u00e4dten der Romagna und der Adriak\u00fcste haben, sondern auch mit Florenz und der oberen Toskana.<br \/>\nDer Einfluss von Ravenna war im Fr\u00fchmittelalter zu Ende und fing eine Epoche an, wo Kulturbeziehungen und Handelsaustausche mit Florenz oft waren, besonders unter der Herrschaft der Manfredi. Im XVIII die Stadt gewann ihre eigene Identit\u00e4t und wurde ein der wichtigen Zentren der Romagna.<br \/>\nDie Stadtbau Faenzas wurde mehrmals in der Geschichte ver\u00e4ndert, wie auch in anderen St\u00e4dten der Emilia-Romagna der Fall ist, aber die urspr\u00fcngliche r\u00f6mische Struktur \u00fcberlebt noch in der heutigen Stadtplanung, obwohl sie in manchen F\u00e4llen gesch\u00e4digt wurde.<br \/>\nDie r\u00f6mische Faventia wurde m\u00f6glicherweise am Ende des II Jhd. v.Chr. an einem schon seit der Vorgeschichte bewohnten Ort gegr\u00fcndet, aber nur nach dem Aufbau der Via Emilia (187 v.Chr) kann man feststellen, damit diese Stadt existierte. Durch die Gr\u00fcndung von Faventia fing auch den Anbau der Landschaft \u00f6stlich der Via Emilia an, die im Mittelpunkt des l\u00e4ndlichen und st\u00e4dtischen Gebiets Faenzas stand. Die r\u00f6mische Stadtplanung hat sich durch das Mittelalter erhalten und die Ausgrabungen haben gezeigt, dass die heutigen Hauptstra\u00dfen der Stadt noch auf den ehemaligen Carden und Decumanen laufen. Die goldene Zeit der Stadt im Altertum fand zwischen dem I und dem II Jhd. n. Chr., als viele Anordnungen entlassen wurden, die die Landwirtschaft sch\u00fctzten und f\u00f6rderten, sodass viele Villae und Domus auf dem Land bzw. in Faenza gebaut wurden. Unter den Handarbeiten dieser Zeit, ist die Verarbeitung von Keramik, Mauerziegel und Leine zu nennen.<br \/>\nAb dem II Jhd. n.Chr. fing eine Abschw\u00e4chungsepoche aufgrund des Untergangs des Westlichen R\u00f6mischen Reichs an, die aber dank der N\u00e4he zum Hafen von Classe und zu Ravenna leichter als woanders war. Der Hafen von Classe brauche immer wieder Lebensmittel und Holz, damit die Schiffswerten weiterarbeiten konnten. So fing die Rodung des Apennins an, besonders des Tals vom Lamone, durch das die Stra\u00dfe zwischen Ravenna und dem Etrurien lief. Die Krise Faenza hatte ihren H\u00f6hepunkt zur byzantinischer Zeit, als die Stadt wurde ein unbedeutendes Zentrum vom Gebiet des Exarchats.<br \/>\nDie einzigen Zeugnisse dieser Zeit sind die Kirche Heilige Maria ad Nives (S. Maria Vecchia), \u00e4lteste christliche Basilika der Stadt, die im VI-VII Jhd. s\u00fcdlich der Via Emilia errichtet wurde, und die Krypta der Kirche zu den Heiligen Ippolitos und Laurenz aus den VII-XII Jhd.<br \/>\nAb dem VIII Jhd. entwickelte sich die Stadt wieder innerhalb befestigter Mauer, die bis den XIII Jhd. dieselben blieben, und die Pfarrei Sankt Peter wurde aufgebaut. Im X Jhd. wurde der grandiose achtkantige Glockenturm in der N\u00e4he der Basilika Heilige Maria ad Nives errichtet. Ab dem XI Jhd. stiegen die st\u00e4dtischen Pfarreien und entstand der Kern von zuk\u00fcnftigem Borgo d\u00b4Urbecco jenseits vom Lamone.<br \/>\nDie erste bedeutsame Erweiterung der Stadtmauer fand am Anfang des XIII Jhd. im Gebiet der heutigen Via Fiera und Via Pascoli statt und in diesem neuen Gebiet, zwischen dem Zentrum und den alten Kan\u00e4len, etablierten sich viele Religionsgemeinschaften, die zur Erbauung dieser Vororte beitrugen. Die Belagerung von Friedrich II verursachte 1240 die Abtragung der Mauer und die Errichtung der H\u00f6henburg von Via Bondiolo.<br \/>\nNur am Anfang des folgenden Jahrhunderts konnte man mit neuen Bauarbeiten beginnen. Was die religi\u00f6sen Kultpl\u00e4tze betrifft, wurden zu dieser Zeit die Kirchen Sankt Bartholom\u00e4us, Sankt Giacomo della Penna, Maria Magdalena, die Kommende (alle noch heute besuchbar) und andere Kirchen, die heute nicht mehr existieren. Dazu bleiben auch Reste des Kreuzgangs vom Kloster von Sankt Johann der T\u00e4ufer und einige Spitzb\u00f6gen in den Kirchen Sankt Franz von Assisi und Sankt Augustinus, die von einem alten Geschmack in der Tonfliese charakterisiert sind. Was die b\u00fcrgerlichen Geb\u00e4ude angeht, wurden die \u00e4u\u00dferen Stadtmauer verst\u00e4rkt und die Innerstadt entwickelt. Hier wurden das Palast vom Podesta und das Volkspalast, das Sitz der Herrschaften Manfredi w\u00fcrde, aufgebaut, die zusammen mit dem Dom und dem Episkop den Hauptplatz in seiner heutigen Form bildeten.<br \/>\nFrancesco Manfredi wurde Herr von Faenza und trug zur Gr\u00fcndung der M\u00fcnzpr\u00e4gstelle und zur Vollendung unterschiedlicher Geb\u00e4ude bei, u.a. die T\u00fcrmebr\u00fccke (ponte delle torri), die die Stadt mit dem Borgo d\u00b4Urbecco verband und 1842 durch ein Hochwasser zerst\u00f6rt wurde (sicherlich war diese Br\u00fccke das bedeutsamste Denkmal der mittelalterlichen Stadt), die Kirche dei Servi und ein Turm, wo sp\u00e4ter der heutige Uhrturm errichtet wurde.<br \/>\nGleichzeitig zur Zerst\u00f6rung der H\u00f6henburg von Friedrich II wurde 1373 die gro\u00dfe H\u00f6henburg im Gebiet des heutigen Krankenhauses fertiggestellt, die der Kardinal Egidio d\u00b4Aibornoz ordnete.<br \/>\nDer innerste Teil der Stadt wurde nochmal umge\u00e4ndert und der Herr Astorgio I Manfredi baute zwischen 1392 und 1395 einen Bodengang mit Steinpfeilern vor dem Herrschaftspalast auf, der sich von der Via Emilia bis zum Bodengang Molinella erstreckte.<br \/>\nNach dem 1455, unter den Herrschaften von Astorgio II und Karl II Manfredi, freute sich die Stadt \u00fcber eine Epoche von politischer Stabilit\u00e4t und gro\u00dfen Bauarbeiten, die bei der Schaffung guter Beziehungen mit Florenz in Rahmen der Kunst und der Kultur geholfen haben. Unter Astorgio II fing der faentinische Humanismus an, der von kultureller Bereicherung charakterisiert und von der Familie Medici gef\u00f6rdert war und im Lauf dessen Giuliano und Benedetto da Maiano und Biagio d\u00b4Antonio in der Stadt wirkten. Man arbeitete an der Bildung der Bibliothek der Manfredi durch den Einkauf von Werken von Donatello, Rossellino, Andrea und Luca della Robbia.<br \/>\nKarl II Manfredi entwarf eine neue Stadtbau nach dem Modell von Leon Battista Alberti, die aus der Regelung der Hauptstra\u00dfen und aus dem Wiederaufbau des Hauptplatzes nach dem r\u00f6mischen Muster von Vitruvio (vierkantiger mit Bogeng\u00e4ngen umgeben Platz) bestand. Der Dom, der ein der wichtigsten Zeichen der Renaissance Faenzas ist, wurde ab 1474 nach Entwurf von Giuliano da Maiano und dank der Bem\u00fchung vom Bischof Federico Manfredi, Bruder von Carlo, errichtet. Aus dieser Zeit kommen auch die Kirche von Sankt Stephan Vetere (zentraler Grundriss), der Garten vom Herrschaftspalast und die neue Stadtmauer.<br \/>\nDas XVI Jahrhunderte \u00f6ffnete sich mit der Belagerung der Stadt seitens von Cesare Borgia, das ein Zeichen der Krise des Gebiets zu jener Zeit ist. Eine kleine Neubelebung fand unter der venezianischen Herrschaft statt, damit die Bauarbeiten am Dom fortsetzen konnten, aber 1509 wurde Faenza definitiv und bis 1797 ununterbrochen Teil vom Kirchenstaat.<br \/>\nIm ersten Viertel vom XVII Jhd. wurden der Bogengang der Geldschmiede vor der Kathedrale, der \u00f6ffentliche Brunnen und der Uhrturm errichtet. Dazu wurde auch der westliche Teil vom Bogengang auf dem Hauptplatz vollendet. 1621 beginnt der Aufbau der vom R\u00f6mer Architekte Girolamo Rinaldi entworfenen Kirche Santa Maria Nuova, innerhalb deren die Familie Spada den Hauptaltar von Virgilio Spada und Francesco Borromini stellen lie\u00df, der ein der ersten Beispiele des \u00f6rtlichen Barocks darstellt. In der zweiten H\u00e4lfte des 17. Jhd. wurden zahreiche Kirche renoviert sowie fing man mit dem Aufbau einiger Pal\u00e4ste der Aristokratie an, wie z.B. Palazzo Mazzolani und Palazzo Ferniani.<br \/>\nIm Laufe des XVIII Jhd. setzte dieser Prozess immer mehr fort, da die religi\u00f6se und b\u00fcrgerliche Oligarchie dank der erh\u00f6hten Bodenrenten unbehindert handeln konnte. Die Geb\u00e4ude, an denen meistens lokalen Meister beteiligt waren, sind zahlreiche. Was die religi\u00f6sen Kultpl\u00e4tze angeht, sind die Kirchen St. Augustinus (1720-21), St. Umilt\u00e0 (1741), St. Franz von Assisi (1746-54), St. Dominikus (1761-65) und St. Ippolitos (1771-75) zu betrachten. Was die b\u00fcrgerlichen Geb\u00e4ude betrifft, nennen wir die Pal\u00e4ste der Familien Zanelli (1745), Bertoni (1745) Severoli (1780) und Ferniani (1750).<br \/>\nIm letzten Teil dieses Jahrhunderts bildete sich eine moderne und filo-franz\u00f6sische Aristokratie in Faenza, die der neuen neuklassischen Avantgarde (von den Architekten Giuseppe Pistocchi und Giovanni Antonio Antolini, vom Maler Felice Giani und vom K\u00fcnstler Antonio Trentanove geleitet) erlauben w\u00fcrde, die neuen kulturellen Sichtungen zu den egalit\u00e4ren Bestrebungen der Bourgeoisie zu verbinden. Die ersten Bauwerke, die unter dem Einfluss dieser Ideen realisiert wurden, sind die nach dem Muster Palladios Kirche von Sankt Dominikus, das von Francesco Tadolini gebaute Palast Laderchi (1781) und das Gemeindetheater von G. Pistocchi (1781). Die reiche neuklassische Saison Faenzas brachte mit sich wundersch\u00f6ne Geb\u00e4ude von G. Pistocchi, wie z.B. Palazzo Gessi (1786), Palazzo Conti (1786), Casa Pistocchi (1787), Palazzo Morri (1810), die Galerie Molinella (1785), die R\u00fcckseite von Palazzo Bandini-Spada (1780). Der H\u00f6hepunkt war aber der Aufbau von Palazzo Milzetti (1795-1802), das den h\u00f6chsten Ausdruck der neuklassischen Kunst von Faenza entspricht, an dem auch G.A. Antolini, F. Giani, A. Trentanove und die Br\u00fcder Ballanti Graziani beteiligt waren. Die folgende Epoche der Restauration nahm und entwickelte einige formelle Aspekte der neuklassischen Zeit. Man errichtete zahlreiche b\u00fcrgerliche Geb\u00e4ude, damit das heutige nicht auffallende aber ma\u00dfvolle Aussehen der Stadt definiert wurde. Die Architektur der Stadt blieb bis das Ende des Zweiten Weltkriegs fast unver\u00e4ndert und wurde ganz wenig von den neuen Tendenzen beeinflusst. Heute ist Faenza ein Teil von dem st\u00e4dtischen Unikum, das entlang der Via Emilia l\u00e4uft, aber sie hat sein ordentliches, ma\u00dfvolles und geometrisches Aussehen gehalten, das das wichtigste Zeichen der Stadt darstellt.<\/p>\n<p><strong>Internationales Keramikmuseum<\/strong><\/p>\n<p>Das Museum enth\u00e4lt italienische und europ\u00e4ische Kunstwerke vom Mittelalter bis das XIX Jhd., die in seinen breiten Aufstellungsr\u00e4umen Platz finden. Dazu gibt es auch Teile des Museums, die zur vorkolumbischen Kunst, zum klassischen Griechenland, zur r\u00f6mischen Zeit, zum Nah- und Fernost und zur arabischen Keramik gewidmet sind.<br \/>\nBesondere Bereiche sind auch zu den italienischen und europ\u00e4ischen K\u00fcnstlern des XX Jhd. und zur Modernit\u00e4t gewidmet. Im Museum befinden sich auch eine spezifische Bibliothek, der didaktische Labor \u201eSpielen mit der Kunst\u201c, der mit der Methode von Bruno Munari arbeitet, und der Restaurierungslabor, Bezugspunkt f\u00fcr die technischen und technologischen Eigenschaften der Keramik, der sich mit der Restaurierung und Bewahrung der Kunstwerke besch\u00e4ftigt. Seit 1913 ver\u00f6ffentlicht das Museum die Zeitschrift \u201eFaenza\u201c. Im Shop k\u00f6nnen Sie alle vom Museum herausgegebenen B\u00fccher und Zeitschriften, viele B\u00fccher \u00fcber die Keramik und einige Kunstwerke von K\u00fcnstlern Faenzas finden.<\/p>\n<p><strong>Touristische Infos im Gebiet Faenzas<\/strong><\/p>\n<p>Pro Loco Faenza<br \/>\nVoltone della Molinella 2<br \/>\nFaenza (RA) \u2013 Italien<br \/>\nTel\/Fax &#8211; +39 0546 25231<br \/>\ninfo@prolocofaenza.it<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.viaemisericordiae.org\/download\/\">Etappe als PDF-Datei herunterladen<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/drive.google.com\/open?id=0B7MxNIjPCxoKa3gzeV9rR3RtUXc\">Kmz-Datei (auch mit Google Earth verwendbar) herunterladen<\/a><\/p>\n<p><iframe loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.google.com\/maps\/d\/u\/1\/embed?mid=1d2uTATW5sVHLn0RCG_dkF4YIMOk\" width=\"640\" height=\"480\"><\/iframe><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.viaemisericordiae.org\/download\/\">Etappe als PDF-Datei herunterladen<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/drive.google.com\/open?id=0B7MxNIjPCxoKa3gzeV9rR3RtUXc\">Kmz-Datei (auch mit Google Earth verwendbar) herunterladen<\/a><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von der Einsiedelei von Montepaolo nach Faenza Abfahrt: Einsiedelei von Sankt Anton in Montepaolo Ziel: Faenza Streckenl\u00e4nge: 23 km Dauer: 6 Stunden Von der R\u00fcckseite der Einsiedelei l\u00e4uft ein nichtasphaltierter Weg hinab ab, den Sie 600 Meter lang immer geradeaus unabh\u00e4ngig von den Abzweigungen nehmen m\u00fcssen. Bei der Hausnummer 37 biegen Sie einen Pfad nach [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":1543,"parent":57,"menu_order":80,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"page-templates\/template-tappa.php","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-87","page","type-page","status-publish","has-post-thumbnail","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.viaemisericordiae.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/87","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.viaemisericordiae.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.viaemisericordiae.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.viaemisericordiae.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.viaemisericordiae.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=87"}],"version-history":[{"count":45,"href":"https:\/\/www.viaemisericordiae.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/87\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1361,"href":"https:\/\/www.viaemisericordiae.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/87\/revisions\/1361"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.viaemisericordiae.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/57"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.viaemisericordiae.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1543"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.viaemisericordiae.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=87"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}