Der Pilgerweg Viae Misericordiae kann sich innerhalb von anderen altertümlichen Pilgerrouten einfügen.

Um sich mit der Via Francigena zu verbinden, die durch Florenz läuft, ist es möglich, einen Zug aus Marradi zu nehmen, der auch für den Fahrradtransport ausgestattet ist. Danach können Sie aus Florenz in Richtung Rom weiterreisen.

Aus der Einsiedelei von Gamogna kann man außerdem in 6, 18 oder 30 Stunden den Wasserfall Acquacheta bzw. die Einsiedelei von Camaldoli bzw. La Verna durch die Foreste Casentinesi erreichen.

Die Region Emilia-Romagna ist ein glaubensreiches Gebiet. Die Zeugnisse dieses Glaubens sind in der Kultur und in den Kultstätten der Gegend zu spüren, aus denen dasselbe religiöse Empfinden, das die Pilgerrouten der ganzen Gegend „gepflastert“ hat, sich verbreitete. Diese Wege waren für die Pilger der Vergangenheit eine Quelle der Geistlichkeit und ein Zeichen der Gastfreundlichkeitskultur. Heute sind sie Schätze einer Karte, die bis zur Seele des Gebiets führt. Es handelt sich also um Ziele vom Religionstourismus, auf die die Kulturwelt, das umweltfreundliche und slow Erlebnis, die Tradition und die Köstlichkeiten unserer Gegend sich beziehen.(1)

Die Pilgerwege

Der Pilger, der Homo Viator des Mittelalters, entspricht genau den menschlichen Zustand. Indem er sich auf den Weg zum Himmelreich bekannte, richtete er sich seit dem Altertum nach den Orten, wo die erleuchtende Begegnung stattfinden würde und wo die Gnade Gottes sich mehr als irgendwo anders ergibt.

Der Pilger wandert nach einem lieben und heiligen Ort und er ist schon geistlich und von ganzem Herzen angekommen, sobald er abreist. Aber es ist genau die Reise zwischen Heim und Ziel, die Wert auf dieses legt und die es in einen Ort der Freude verwandelt, damit die Wallfahrt seine Bedeutung annimmt, und zwar eine Reise von Buße und moralischer Erlösung, die aus Frömmigkeit und geistlicher Suche durchgeführt wird.

http://www.emiliaromagnaturismo.it/it/vie-di-pellegrinaggio/vie-pellegrinaggio-primo-piano.html

Der Romeiweg, der Erbe der römischen Via Pupilia

Diese altertümliche Straße verband die Gebiete Osteuropas mit Rom und Teile davon liefen die Adriaküste entlang. Nach Venedig und Ravenna stieß der Weg in die Apenninen. Von Ravenna hatten die mittelalterlichen Pilger mehrere Möglichkeiten, um nach der Stadt vom Petersdom weiterzureisen. Dieser Weg erlaubte auch den Pilgern, die apulischen Häfen Richtung Heiliges Land oder die Kultstätte des Heiligen Michaels auf dem Berg Gargano zu erreichen. Die Romei stammten aus unterschiedlichen Orten des mittelalterlichen Christentums und schon im Jahr 784 wies ein Brief vom Papst an Karl der Große auf die Anwesenheit eine Pilgerunterbringung in Galeata hin. In dem Mittelalter reisten die Pilger die binnenländischen Wege entlang, d.h. vom Gebiet Ferraras bis zu Faenza, statt an der Adriaküste, weil sie noch ungesund war. Sie konnten außerdem den Trost und die Gastfreundlichkeit der Klostergemeinschaften, die sie im Lauf ihrer Reisen trafen. Die erste davon war die Gemeinschaft der Benediktiner von Pomposa, dann Comacchio und zuletzt galt das Kloster Sankt. Albert in Insula Parei bei Ravenna als Bezugspunkt für die, die sich nach dieser Stadt richteten.

Von Ravenna bis zum Apennin

Appena fuori Ravenna, si visita la Basilica di Sant’Apollinare in Classe, situata in aperta campagna: al suo interno vengono conservati pregevoli sarcofagi del V e VI sec. e magnifici mosaici databili fra il VI e il VII sec.. Nei pressi della Basilica si estende la pineta di Classe.
Dopo di ché si può scegliere di procedere da un lato verso Cesena lungo la Via del Dismano e dall’altro verso Forlì lungo l’attuale Ravegnana. Entrambi i percorsi sono costellati di antiche pievi di campagna.

Un ulteriore tragitto, verso l’entroterra, conduce dal Delta del Po a Faenza. Esso conduce dapprima a Ferrara: una sosta di due o tre giorni consente di approfondire la conoscenza della città estense. Da Ferrara i pellegrini procedevano a piedi fino ad Argenta, quindi si servivano delle imbarcazioni per giungere fino al margine meridionale delle paludi.
Lungo il percorso si incontrano la Pieve di S. Maria in Fabriago e la Pieve di S. Pietro in Sylvis a Bagnacavallo. Eretta nel VII secolo, è una delle pievi meglio conservate del Ravennate. La dedica rimanda alla presenza di un’antica foresta, al cui limitare si trovava la pieve. A questo punto si inizia a varcare lo spartiacque dell’Appennino, che offre diverse opportunità.

ITINERARI FRA LE VALLI

Gerade außerhalb Ravenna lohnt es sich, die Kirche von Sankt. Apollinaris in Classe zu besichtigen, die sich auf dem Land befindet. Drinnen kann man wertvolle Sarkophage aus dem V und VI Jhd. und wunderbare Mosaike aus dem VI und VII Jhd sehen. In der Nähe der Basilika erstreckt sich der Pinienwald von Classe.
Danach kann man entscheiden, nach Cesena durch den Weg vom Dismano oder nach Forli durch die heutige Via Ravegnana weiterzureisen. Von beiden Wegen sind kleine altertümliche Landpfarreien zu beobachten.

Noch eine Route führt vom Flussdelta des Pos in Richtung Binnenland nach Faenza. Den Weg läuft zuerst nach Ferrara. Hier kann man mit einem zweitägigen Aufenthalt die zum Geschlecht der Este gehörte Stadt besser kennen lernen. Von Ferrara reisten die Pilger nach Argenta und danach benutzten sie kleine Boote, um bis zum südlichen Rand der Moore zu fahren. Diesen Weg entlang trifft man die Pfarrei Heilige Maria in Fabriago und die Pfarrkirche St. Peter in Sylvis bei Bagnacavallo. Diese Landkirche wurde im VII Jhd. aufgebaut und ist eine der besser erhaltenen Landpfarreien des ganzen Gebiets Ravennas. Der Name bezieht sich auf einen alten Wald, am Rand dessen die Kirche sich befand. Von hier ab beginnen die Apenninen, deren Täler mehrere Reisemöglichkeiten anbieten.
Die Wege in den Tälern
In Faenza kann der Tourist das internationale Keramikmuseum, den Dom, das Palais Mazzolani, die Pinakothek und die Kommende besichtigen. Von der alten „Faventia“ kann der Reisende unter drei Wegen wählen, je nach Flusstal, um weiterzureisen: das Tal vom Fluss Senio, das vom Lamone und das vom Tramazzo.

Bezugspunkte des ersten Wegs sind Riolo Terme und Casola Valsenio, danach Palazzuolo sul Senio, ein Dorf, das schon in der Toskana liegt. Die alte Siedlung von Riolo Terme war bereits im Altertum für ihr heilsames Wasser bekannt. Casola Valsenio bietet verschiedene touristische Attraktionen: die Burg vom Berg Battaglia, den arzneilichen Garten und das Cardello, nur 2 Kilometer von der kleinen Stadt entfernt, ein historisches Gebäude, das vermutlich im XI Jhd. aufgebaut wurde.

Die zweite Strecke läuft ab Brisighella ab. Hier kann man den Uhrturm aus dem XIII Jhd., die Stiftskirche, die Kirche der Observanz und die aufgestockte Dorfstraße, auch Eselstraße genannt, bewundern. Der Höhepunkt dieser kleinen Stadt ist aber die Höhenburg der Familie Manfredi und der Venetianer, die aus dem sogenannten „venezianischen Hauptturm“ (XVI Jhd.) und aus dem alten (1330) „Torricino“ (kleinem Türmchen) besteht. Auch Brisighella ist für sein Thermenwasser berühmt.

Die dritte Route läuft durch das Tal vom Fluss Marzeno und hat Modigliana und Tredozio als Hauptzentren. Das erste steht seit dem X Jhd. im Mittelpunkt von wichtigen historischen Ereignissen, denn es ist der Herkunftsort der Familie Guidi. Tredozio war stattdessen zur Zeit der Romei wegen der Michaeler Landpfarrei bekannt.

Von Forlì zweigen sich seit dem Mittelalter drei andere Wege in Richtung Toskana ab, die nach Rom führten. Der erste läuft durch das Tal vom Montone, über Terra del Sole und Castrocaro, noch eine berühmte thermale Ortschaft mitten in der Natur. Der zweite geht durch das Tal vom Rabbi über Predappio und Premilcuore. Zuletzt läuft der dritte Weg durch das Tal vom Bidente bis zum Mandriolipass und von dort nach Arezzo in die Toskana.

(1) fonte: http://www.emiliaromagnaturismo.it/it/vie-di-pellegrinaggio/vie-pellegrinaggio-primo-piano.html

Von Florenz nach Faenza: die Via Faventina (Faentina)

Da Firenze a Faenza lungo un’antica via romana di Alessandro Ferrini

Da Firenze a Faenza lungo un’antica via romana di Alessandro Ferrini

Costruita lungo un antico percorso etrusco – secondo alcuni nel 150 a.C. secondo altri dopo la fondazione di Firenze nel 59 a.C. – è registrata nell’Itinerarium Ant

Diese Straße wurde einen altertümlichen etruskischen Weg entlang gebaut. Einige glauben um den 150 v.Chr., andere nach dem 59 v.Chr, als Florenz gegründet wurde. Auf jeden Fall steht sie schon auf das „Itinerarium Antonini“ (eine Art von römischem Straßenverzeichnis aus der Zeit von Diokletian im III Jhd. n.Chr., das die Abstände zwischen unterschiedlichen Ortschaften und Städten in milia passuum – Meile – zeigt) unter der Strecke „via a Faenza – Lucam“. Man glaubt, sie war ein Teil des militärischen Wegnetzwerks, das von Florenz nach Lucca führte und dann nach Luni. Es handelte sich also um einen Weg, der die Adria mit dem Tyrrhenischen Meer in Verbindung setzte. Dem Itinerarium zufolge lief die Straße von Faenza ab; wir werden dagegen den Ablauf dieser Straße in Richtung Faenza beschreiben. Der Ausgangspunkt war Porta contra Aquilonem, das nördliche Tor von Florenz, das sich vermutlich zwischen den heutigen Sankt-Johann-Platz und via de´Cerretani befindet. Von dort lief die Straße durch das Viertel von Borgo San Lorenzo, dann über via S. Gallo bis den Bach Mugnone, wo alter und neuer Ablauf übereinstimmen. Von dort ging die Via Faventina an Fiesole entlang (diese kleine Stadt war mit einer Landstraße zur Hauptstraße verbunden, möglicherweise der heutige steile Anstieg von Badia Fiesolana) bis zum Pass Vetta le Croci (519 Meter ü.d.M.). Danach lief sie das Tal vom Bach Fistona entlang bis zum Fluss Sieve herab, der in der Nähe von Lutiano (praedium Alitianum) überquert wurde. Der Ablauf der römischen Via Faentina war ein bisschen östlicher als der der heutigen, denn der alte Weg ging über Salaiole und Gricignano (praedium Graecinianum) durch.

Von einer „sicherlich altertümlichen Militärstraße“ sprach nämlich Lino Chini („Storia antica e moderna del Mugello“, Florenz, 1875), der noch ältere Quellen zitiert: „von dieser Straße wurden einige Spuren in den Valcava Bergen gefunden, wo die Landpfarrei von Sankt Cresci heute sich befindet“. (Dort, wo diese Kirche steht, gab es wahrscheinlich einen römischen Tempel. Durch archäologische Ausgrabungen konnte man die Grundmauer entdecken, zusammen mit zu geopferten Tieren gehörten Gebeinen, Münzen mit dem Gesicht vom Kaiser Decius, mit Schlangen dekorierten Steinen und anderen Gegenständen).

Nach dem Castellare von Annianum (die heutige Stadt Borgo San Lorenzo) steigt die Straße wieder nach Pulicciano (praedium Publicianum), wo die Mauer der Kirche der Heiligen Maria dem Chini zufolge „aus den Mauern eines Wassertanks römischer Art bestehen“. Kurz danach kommt man ins kleine Dorf von Ronta, wo Reste einer Nekropole und einiger Siedlungen aus der etruskischen-römischen Zeit beibehalten sind.

Der römische Weg, der mit dem heutigen jetzt übereinstimmt, verlässt das Tal des Bachs Elsa und überschreitet den Apennin bei Casaglia (Casalia in Alpe), 922 Meter ü.d.M. Dann steigt die Straße durch das Tal vom Lamone über Crespino, Fantino und Biforco herab, bis zur Ortschaft Castellaccio, in der Nähe von Marradi, wo einige Befunde aus der römischen Zeit entdeckt wurden. Wahrscheinich ist Castellaccio derselbe Ort, der im Itinerarium als Castella mansione itineraria beschrieben ist.

Der Weg lief und läuft den Fluss Lamone entlang über Popolano (praedium Popolanum), S. Cassiano, Casale la Strada und Fognano bis nach Brisighella und Faenza, die alte Faventia. Hier trifft er die Via Emilia.