12° Etappe: Faenza – Ronco – Bagnacavallo

Streckenlänge: 26 km
Dauer 7 Stunden
Abfahrt: Faenza
Zwischenstationen: Ronco, Russi (Palast San
Giacomo)
Ziel: Bagnacavallo

Streckenbeschreibung

Von dem Dom in Faenza nehmen Sie Corso Saffi in Richtung Süd-Ost und erreichen Sie in kurzer Zeit die Brücke über dem Fluss Lamone. Nehmen Sie dann den rechten Damm, der innerhalb vom fluvialen Park läuft. Der Uferdamm ist sauber, gut gehalten und befindet sich oberhalb von Gemüsegärten und angebauten Feldern. Nach einigen Metern können Sie schon die Stadt mit ihren Kuppeln und Glocktürmen „vom oben“ genießen.

Bald, wenn Sie die Aufmerksamkeit ein bisschen erwecken, können Sie rechts vom
Pfad profilierte Steine merken, deren Schriften sind schwer zu beziffern. Einige Hundertmeter danach trifft man einen davon, der gut gehalten ist. Er trägt den
Namen von dem unterliegenden Deichvorland. Also auch die anderen Steine trugen vermutlich die Namen der Gebiete, die im Lauf der Hochwasser überschwemmt
wurden. Nach einer Stunde Laufzeit sieht man auf der rechten Seite ein Grabdenkmal von Sankt Barnabas aus der alten römischen Zeit, die 1902 aufgefunden wurde und die vermutlich Teil einer größeren Nekropole die
„Via Faventina“ entlang, und zwar die Straße, die Faenza und Ravenna verband. Es
handelt sich um ein quadratisches Gebäude (2,40 Meter jeder Seite), das aus
vierkantigen Blöcken aus „spungone“ besteht. Nach etwa 2 Stunden Gehzeit
erreichen Sie die Brücke über dem Lamone, die uns vom Dorf Ronco trennt. Hier sind die Kirche von der Heiligen Margherita und der Friedhof zu finden, wo P. Daniele Badiali, in Peru ermordeter Missionar, begraben ist. Gehen Sie auf den rechten Damm weiter, unter die Autobahnbrücke und kurz danach können Sie rechts die Kirche von Saldino sehen. Der Pfad geht an dem Lamone entlang auf einem kleinen asphaltierten Weg weiter, teilweise von grassbedeckten Strecken unterbrochen. Später überqueren Sie, mit hoher Aufmerksamkeit, die SP 302
und nehmen Sie Via Fossolo, immer im fluvialen Park vom Lamone. Kurz weiter gehen Sie über das emilianisch- romagnolische Kanal und gleich danach die SP 20, sobald Sie die eiserne Bahnbrücke sehen.

Durch die Felder rechts kann man das Warenlager Villa Spadina von den Grafen
Severoli von Faenza, das am Ende des Zweiten Weltkriegs zerstört wurde. 1851
wurde Stefano Pelloni, der Räuber als mit dem Namen „Il Passatore“ genannt, im Turm der Vogelfänger innerhalb von der Villa ermordet. Dieser Name stammt aus der Beschäftigung von seinem Vater, der Fährmann im naheliegenden Dorf Boncellino war.

Wenn Sie weitergehen, können Sie links, jenseits von dem Flussdamm, den Kirchenturm von Boncellino beobachten. Rechts sind einige landwirtschaftliche Betriebe, ein Landgut mit Pferden und, nach einer anderen eisernen Bahnbrücke, Palast San Giacomo (Sankt. Jakob). Von hier nehmen Sie eine einfache weiße Fahrpiste bis zur Brücke der SP 253, die den Lamone in der Nähe von Bagnacavallo überquert. Gehen Sie über diese Straße und dann immer geradeaus auf der Fahrpiste bis zu einer engen Fahrrad- und Fußgängerbrücke, die zum Dorf von Traversara führt. Gehen Sie über die Brücke und dann nehme Sie via Traversara in Richtung Nord-Ost. Gehen Sie an der Kirche und danach am Friedhof vorbei und Sie erreichen in eine Stunde Bagnacavallo. Beim Überqueren der SP 88 sind Sie mit dem Radweg verbunden, der den letzten Teil der dritten Etappe entspricht.

Palazzo San Giacomo visto da rivale del fiume

Sehenswürdigkeiten

Der Park vom Fluss Lamone Der Park vom Fluss Lamone wurde vom Gemeinderat als finanzierbares Projekt im Rahmen des Programmes „Oplà“ ausgewählt und bald werden die Arbeiten anfangen. Seit Jahren sind Initiativen zu beobachten, die als Ziel die Wiederentdeckung von ökologischen Strecken haben. Unter anderen ist die Förderung des Radtourismus zu finden, der in den letzten Jahren deutlich gestiegen ist. Der Lauf vom Fluss amone von der Mündung an der Adria zwischen Casal Borsetti und Marina Romea und dem Apennin und umgekehrt stellt durch ihre Dämme einen Fußgänger- und Fahrradweg dar, der unterschiedliche landschaftliche, historische, kulturelle, archäologische und kulinarische Bedeutungsplätze umfasst. Ein Projekt namens „Lamone Bene Comune“ („Lamone Gemeingut“) hat in den Jahren 2011-2013 Begegnungen, Veranstaltungen und Flyer realisiert, die das zeigen. Dieses Projekt kann durch die Befürderung eines„fluvialen Parks vom Lamone“ erweitert werden, dessen Grundlagen aus einem Fußgänger- und Fahrradweg besteht, der auf nicht asphaltierten Dämmen von Marina Romea/Casal Borsetti bis zur Quelle des Flusses läuft.

Grabsäule bei Sankt Barnabas – Faenza

Das Grabdenkmal stammt aus der republikanischer römischer Zeit, etwa zwischen dem III und II Jahrhundert v. Chr. Es handelt sich um den untersten Teil einer viereckigen Struktur, die aus verschiedenen Reihen von Gedenksteinen besteht, wie ähnliche Grabdenkmäler gleicher Art, die sogenannten Spitzenädikula, aus dem Gebiet Sarsinas (südlich von Cesena) zeigen. Innerhalb vom Denkmal waren Grabreste und Hausrat zu finden. Das Denkmal wurde am Anfang des 20. Jahrhunderts auf dem rechten Damm vom Lamone entdeckt, dann rekonstruiert und wieder in den ursprünglichen Ort hingestellt. Wahrscheinlich war es zu einem wohlhabenden Menschen gewidmet und war Teil einer breiteren Nekropole, die sich entlang der „Via Faventina“, die konsularische Straße zwischen Rom und Ravenna, streckte.

( Istituto per i beni artistici, culturali e naturali dell’Emilia Romagna – IBC)

 

 

 

 

 

 

 

Im Dorf Ronco (Pfarrfriedhof), innerhalb des Parks vom Fluss Lamone, ist das Grab von dem Diener Gottes P. Daniele Badiali zu finden.

Diener Gottes P. Daniele Badiali   

Daniele Badiali ist in Faenza am 3. März 1962 geboren. Er stammte aus einer kinderreichen Bauernfamilie im Dorf Ronco, in der Umgebung Faenzas. Nach der Mittelschule besuchte die Realschule für Landwirtschaft und schloss sie mit dem Abitur ab. Im Sommer 1977 nahm er an dem ersten Arbeitslager für die Missionen der Jugendbewegung „Operazione Mato Grosso“ teil, die vor zehn Jahren durch die Initiative vom Salesianer don Boscos P. Ugo de Censi und durch die erste Reise nach Brasilien einer Gruppe von italienischen Jugendlichen entstand. Nach seiner Reise nach Peru, wo er in engem Kontakt mit den Armen und ihren Bedürfnissen gelebt hatte, trat Daniele im September 1986 in Übereinstimmung mit dem Bischof von Faenza, Mons. Francesco Tarcisio Bertozzi, ins Seminar von Bologna ein. Nach seinen Studien wurde er am 22. Juni 1991 Priester vom selben Bischof im Dom von Faenza geweiht. Im August vom selben Jahr fährt er als „Fidei Donum“ Priest der Diözese Faenza-Modigliana für die Diözese Huari nach Peru und am 1. September trat er in seine Pfarre San Luis ein. In seinen letzten Lebensjahren beherzigte er die notleidenden und armen Menschen, die dort lebten. Durch seinen Dienst versuchte er, das Streben zu Gott in die Menschen hereinkommen zu lassen. Am 16. März 1997 nach den Sonntagmessen in San Luis und Pomallucay fährt er nach Yauya, um die Abendmesse zu feiern. Auf dem Rückweg wurde der Jeep, auf dem er mit anderen sechs Leuten saß, von bewaffneten Banditen gestoppt, die nach einem Italiener als Geisel suchten. Rosamaria steigte aus aber P. Daniele bot sich an ihrer Stelle an. Er hatte schon das vom Bandit gegebene Zettel gelesen, auf dem die Ablösesumme stand. P. Daniele wurde entfernt, während ein zweiter Bandit den anderen Passagieren mit Schüssen drohte und den Fahrer zum Weiterfahren ermahnte. Der Leib von P. Daniele wurde am 18. März in einem steinigen Abhang bei Acorma, nicht weit von San Luis, gefunden. Er wurde durch einen Pistolenschuss am Kopf getötet. Am 24. März 1997 am Nachmittag fand die Beerdigung im Dom von Faenza statt, an der viele Menschen teilnahmen. Die Leiche ist im Friedhof bei der Pfarrkirche Ronco bei Faenza begraben. Das Selig- und Heiligsprechungsverfahren vom Diener Gottes P. Daniele Badiali fing am 20. März 2010 an. Die diözesane Phase des Verfahrens wurde am 19. Oktober 2014 abgeschlossen.

Für weitere Infos: www.padredanielebadiali.it

 

Sehenswürdigkeiten in der Gemeinde Russi

Der adlige Urlaubsort der Familie Rasponi
Das Palast von Sankt Jakob (Palazzo di San Giacomo) befeindet sich im Gebiet der Gemeinde Russi, 2 Kilometer von der Stadt entfernt, auf dem rechten Damm des Flusses Lamone und gehört zu derselben Gemeinde. Die ersten Zeugnisse darüber sind ziemlich fragmentarisch: aus einem Pergament des Klosters der Kanoniker bei Porto aus dem Jahr 1121 wird vermutet, dass eine Kirche namens San Giacomo (Sankt. Jakob) im selben Jahr in dieser Ortschaft zu finden war. Die erste Erwähnung über dem Schloss kommt aber aus einer Urkunde vom 28.
Oktober 1155. Am 15 Mai 1156 erteilte der Bischoff Ramberto den Kanonikern von S. Maria in Porto diese Ortschaft, die im Lauf des XV und XVI Jahrhundert ein kleines Kloster dort etablierten. Der alte Name von Raffanara, der diese Ortschaft kennzeichnete, stammt aus einem alten Schloss, das während der Kämpfe zwischen den Städten Faenza und Ravenna. Der Grundbesitz von Raffanara wurde 1604 vom Grafen Guido Carlo Rasponi, Bruder von dem Kardinal Cesare, gekauft. Damit fing die Erweiterung des ursprünglichen Kerngebäudes an, die zur Aufbau des Palastes Sankt Jakob führte. Der Palast war der Urlaubsort der adligen Familie Rasponi aus Ravenna.

Das Eingangstor ist von Steinen aus Istiren umgeben. Darüber befinden sich vier Konsole, die den Balkon und sein bauchiges Geländer aushalten. Das Balkontor ist dagegen mit zwei ionischen Säulen und zwei Lisenen dekoriert. Über den Bögen befindet sich das Wappen der Familie Rasponi, zweiLöwenbeine mit dem Kopf des bandagierten Brünetters und der Krone darüber. Die Innenschmücke stellen trotz der erlittenen Schmälerungen wahrscheinlich den größten Malzyklus aus dem 17. und 18. Jahrhundert der ganzen Romagna, zumindest was die Adels- und Familiendekoration betrifft. Der erste Stock ist noch heute mit Fresken bemalt, aber wenig ist von den Kamindekorationen geblieben, nur die geschmückten Vorderseiten im Stil Rocaille. Die Malereien stammen aus den Jahren zwischen dem Ende des 17. und der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts. Die Galerie der Familie Rasponi (das Projekt ist schon im Jahr 1688 zu bestätigen) wurde von Filippo Pasquali, aus der Werkstatt von Carlo Cignani, und von Cesare Pronti realisiert. Nach dem Tod von Guido Carlo ging sein Sohn Filippo von 1696 bis 1698 mit den Aufbau- und Schmuckarbeiten des ersten Stocks fort. Nach dem Tod von Filippo wurde der Palast von seinem Sohn Cesare geerbt, der viele Jahre später, um 1750, die Dekorationen vollendete. Die nebenliegende Kirche, die zu Sankt Jakob gewidmet ist, wurde zwischen 1770 und 1774 unter der Leitung vom Architekten Cosimo Morelli aufgebaut. Der frühere Entwurf war aber ein von Antonio Torreggiani, der ein Zeichen des römischen Architekten Nicola Salvi verarbeitet hatte. Bis die 80er Jahren des letzten Jahrhunderts war die Kirche mit drei Altarbildern dekoriert, die dem Maler Cristoforo Unterpreger zugerechnet sind und die heute im Seminar von Faenza aufgestellt sind. 1947 wurde das Seminar von Faenza Besitzer dieses Eigentums bis 1975, als die Gemeinde Russi es übernommen hat.

Die Kirche Sankt Jakob

Die Kirche vom Heiligen Apostel Jakob ist mit einem Durchgang zu dem gleichnamigen Palast der Familie Rasponi verbunden. Sie wurde ab 1750 nach den Willen des Marquis Cesare Rasponi errichtet und war 1774 fertig. 1780 hatte Ferdinand, der Erzherzog von Mailand und Sohn der Kaiserin Maria Theresia, der als Statthalter der habsburgischen Lombardei genannt wurde, einen Aufenthalt im Palast zusammen mit seiner Frau Beatrice D ́Este. Er lobte die Schönheit der Kirche und sagte, sie war ähnlich zu der Kirche, an der der Architekt
Piermarini in der königlichen Villa von Monza, später Palast der italienischen Königfamilie Savoia, gerade arbeitete. Bis die 80er Jahren des 20. Jahrhun

derts war die Kirche mit drei Altarbildern dekoriert, die dem Maler Cristoforo Unterpreger zugerechnet sind und die heute im Seminar von Faenza aufgestellt sind.

Archäologische Anlage der Römischen Villa

Im III Jahrhundert v.Chr. eroberten die Römer den südöstlichen Teil unserer Gegend (Ariminum). Nach dem Aufbau der Via Emilia (187 v.Chr.) ging man mit der rationallen Teilung der landwirtschaftlichen Gebiete weiter, und
zwar mit der Limitation, d.h. die Bildung eines Straßennetzes, das aus Decuanus (der größte davon war die Via Emilia) und Cardo bestand. Jedes Quadrat von 50 Km war in kleineren vierkantigen Einheiten unterteilt, bis die kleinste, die Hundertschaft, die 710 Meter lang pro Seite war und in der nicht mehr als zwei Bauernfamilien wohnen konnten. Das Produktionssystem basierte sich auf der Villa Rustica, wie der Agronom Cato zeigte (II Jhd. v.Chr.). Die Villa von Russi, die am besten bewahrte Villa solcher Art in unserer Gegend, entspricht die Charakteristika der Villa Rustica nach Cato: – sie stand in der Nähe eines schiffbaren Wasserweges (vermutlich der Vatrenus, der heutige Fluss Santerno, oder ein Zweig vom Fluss Lamone). – Nah zu einer wichtigen Straße, in diesem Fall der Weg Faventia-Ravenna, der seinerseits sich mit der via Salara (Bologna-Ravenna) verbunden war. – Sie befand sich nicht weit vom Meer und von Ravenna, große Stadt mit dem Hafen für die römische Flotte. Bis den ersten Jahrhundert v.Chr. diese Villas waren einfache und kleine Landhäuser. Man baute Getreide, Wein und Obst an und züchte wenige Tiere, meistens Haus-, Rind-, Schwein-, Schaf- und Ziegentiere. Die Produktion reichte für den Familienbedarf und das Mehr war Wechselware eines kleinen lokalen Handels. Nach dem Aufbau des Hafens von Classe und folglich der Erweiterung der Stadt Ravenna, die eine ständige Bevorratung aus dem Land forderte, wurde die Villa von Russi in der augustinischen Zeit deutlich erweitert, wie aus der Analyse in den Ausgrabungen zu beobachten ist.

Geschichte der Ausgrabungen

Die Anlage trat 1938 zufällig zum ersten Mal zur Tage während Grabungen in einer Tongrube. 11 Meter unter dem Boden wurden Spuren von Thermalanlagen, die später wegen des Kriegs bedeckt worden waren. 1953 fing die zweite Ausgrabung an, die von vielen anderen, einige davon noch nicht vollendet, gefolgt wurde. Durch die Ausgrabungen ist der mittlere Teil der Villa zutage gekommen.

Archäologische Befunde der Römischen Villa

Die römische Villa besteht aus dem Haus von Dominus und aus der Pars Rustica. Es scheint, dass die Anlage von Russi ein gutes Beispiel einer dörflichen Villa ist, die sehr wichtig für die Romanisierung des Gebiets mit ihrer produktiven, wirtschaftlichen und kulturellen Charakterisierung waren.

Öffnungszeiten und Preise

Mo.-Sa. Von 9 Uhr bis eine Stunde vor dem Sonnenuntergang So. Von 14 Uhr bis eine Stunde vor dem Sonnenuntergang (Die Kasse schließt 30 Minuten vor dem letzten Einlass)

Geschlossen am 25.12., 1.1. und 1.5.

Vollpreis: 2€
Ermäßigt: 1€

Der Eintritt zu staatlichen Museen, Galerien, Denkmälern und archäologischen Anlagen ist für jeder EU-Bürger unter 18 und über 65 frei. Es gibt eine 50% Ermäßigung für die Jugendlichen zwischen 18 und 26 sowie für die Schullehrer der italienischen Schulen.
Anspruch auf freien Eintritt haben auch
Journalisten und Fachlehrer.
Info: +39 0544 581357

Museen in der Gemeinde Russi

 

Touristische Infos im Gebiet Russis:

PRO LOCO RUSSI: Via Cavour 21, 48026 Russi RA, Telefono 0544 587670

LA MAPPA DEL PERCORSO

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