Von Quartolo nach Fognano

Abfahrt: Kirche Heilige Maria bei Quartolo
Zwischenstationen: Kunststätte Monticino, Landpfarrei Pieve Tho
Ziel: Kloster der dominikanischen Schwestern in Fognano
Streckenlänge: 19 km
Dauer: 4 Stunden

Gehen sie Via Firenze (SP. 302) entlang bis einen Bahnübergang. Überqueren Sie ihn mit Via Molino del Rosso auf Ihrer linken Seite. Beim Kilometer 90,300 biegen Sie rechts in Via Montecchio ab. Begehen Sie diese asphaltierte Straße hinauf mit den Furchen auf der rechten Seite bis zum kleinen Pfeiler, wo Sie den CAI-Weg 505 treffen. Nehmen Sie diesen Höhenweg, der auf Gebirgskämmen läuft, bis die Landstraße 23 (SP. 23), die Sie bei der Grotte Tanaccia kreuzen. Gehen Sie hier nach rechts und 200 Meter nach dem Restaurant „Il Manicomio“ nach links in Via Rontana an Cà Vernello vorbei. Bei „Cà il Borgo“ biegen Sie abrupt nach links ab und nehmen Sie den CAI-Weg 511, der zuerst auf einem Landweg dann durch einen Wald und Ginster läuft und bis die Kultstätte Monticino führt, die vom Oben zusammen mit dem Uhrturm und der Höhenburg bewundert werden kann. Auf der rechten Seite vom Kirchenplatz gibt es eine Rampe, die bis zur Basilika führt. Gehen Sie dann den Zypressenweg herab bis die Landstraße, die abwärts bis zum Schloss zu begehen ist. Hier nehmen Sie die Treppe, die bis zum Zentrum von Brisighella führt. Gehen Sie durch den Hauptplatz durch und dann Via Baccarini hinab bis die Landstraße 302 (SP. 302). Hier biegen sie rechts in Richtung Bahnhof ab. Vor der Grundschule gehen Sie über die Straße und nehmen den langen Fußweg, der bis zur Landpfarrei Pieve Tho führt. Hier gehen Sie nach links bis zur Kreuzung mit Via Zolle und nehmen Sie diese Straße nach rechts bis zu einem Transformatorenhäuschen mit Solarkollektoren. Hier gehen Sie nach rechts auf einen Landweg an vielen Kulturländern und an einem Landhaus mit Tenne vorbei. Dann erreichen Sie eine einfache Furt und von dort gehen Sie nach rechts unter Kiwi Gärten hinauf bis ein anderes Landhaus, nach dem Sie eine asphaltierte Straße treffen, die Sie nach rechts nehmen müssen. Von dort können Sie schon das Dorf Fognano sehen. Gehen Sie durch eine kleine Hausgruppe hindurch und kurz danach treffen Sie Via Campiume, die Teil der nächsten Etappe ist. Gehen Sie aber nach rechts und vor Ihnen steht das Kloster der dominikanischen Schwestern, Ende dieser Strecke.

Unterkunft, Essen, Stempel und nützliche Infos

Fognano
Kloster der dominikanischen Schwestern – +39 0546 85006
Streckenreferent: Gerardo Morrone – +39 333 1856782
Pro loco Brisighella: +39 0546 81166, Webseite www.brisighella.org

Im Fall schwerer Notstände rufen Sie folgende nationale Rufnummern an:
Nothilfe: 118
Polizei: 113
Carabinieri: 112
Feuerwehr: 115

Sehenswürdigkeiten

Die archäologischen Befunde, die hier entdeckt wurden, zeigen uns, dass das Tal vom Lamone schon seit der Jungsteinzeit bewohnt war. Die Kelten waren vermutlich die ersten Siedler dieses Gebiets, die Römer waren aber diejenigen, die es durch den Aufbau der Via Faentina (ursprünglich Via Antonina, 150 v.Chr.) aufgewertet haben. Das Tal war nämlich ein wichtiger Übergangsort der Karawanen, die den Salz von den Salinen Cervias nach Rom transportierten.

Brisighella

Dieses Dorf wurde am Ende des XIII Jhd. gegründet, als Maghinardo Pagani, der mächtigste Heerführer der Romagna (er taucht auch in Dantes Göttliche Komödie auf), den wichtigsten befestigten Turm des Tals auf einem der drei Hügel errichtete. Um den Turm herum entwickelte sich dann diese Ortschaft.

Das Dorf ist von der alten Dorfstraße (Via del Borgo) dominiert, eine überdeckte und überhöhte Straße aus dem XII Jhd., die durch unterschiedliche Halbbögen verschiedener Größe beleuchtet ist. Sie diente als Schutzwall für die mittelalterliche Zitadelle. Sie ist wegen seiner besonderen Architektur berühmt und ist auch als „Via degli Asini“ = „Eselweg“ bekannt, denn sie war ein wichtiger Schutzraum für die Esel der Fuhrknechte, die da wohnten.

Landpfarrei Pieve Tho

In Brisighella, wo acht Kardinäle geboren sind, gibt es viele Kultplätze. Der wichtigste davon ist die Landpfarrei Sankt Johann in Ottavo (oder Landpfarrei Pieve Tho), die um den V Jhd. aufgebaut und zwischen XI und XII Jhd. renoviert und verbreitet wurde. Sie befindet sich bei der achten Meile der alten Via Faentina, eine Straße, die von Faenza in die Toskana führte. Die Ursprünge der Kirche sind urzeitlich und gehen auf Galla Placidia, Tochter von Theodosius, zurück. Sie sollte entschieden haben, diese Kirche mit den Resten eines zu Jupiter Amun gewidmeten Tempels zu errichten. Die Aufbauzeit ist aber unklar, vermutlich wurde die Landpfarrei zwischen VIII und X Jhd. gebaut. Sie ist „in Ottavo“ genannt, denn sie befindet sich bei der achten Meile der römischen Straße (auf der Tavola Peutingeriana als „Via Faventina“ betrachtet), die Faenza mit Etrurien verband.

 Die Landpfarrei hat einen romanischen Grundriss mit drei Kirchenschiffen, die durch Bögen voneinander getrennt sind. Die Bögen stehen auf zwölf Pfeilern, elf davon aus grauem Marmor und der letzte aus Marmor von Verona. Die Pfeiler unterscheiden sich in Breite und Dicke (sie kommen wahrscheinlich – wie schon oben erwähnt – aus einem ehemaligen hier befindenden Jupitertempel). Die äußerlichen Wände des mittleren Kirchenschiffes haben kleine Bögen und Lisenen zwischen den Fenstern. Das Alter dieser „Mutterkirche“ des Tals vom Lamone ist durch einen römischen Meilenstein, mit einer zu den vier Kaisern des Untergangs (376-378 n.Chr.) gewidmeten Inschrift, durch eine Platte aus Keramik, die zuerst als Altardecke (VIII-IX Jhd.) und dann als Gedenktafel (XVII Jhd.) diente, durch Fresken aus den Jahrhunderten von XIV bis XVI und durch ein korinthisches Kapitell gezeigt.

Die Landpfarrei Pieve Tho ist am Sonntag und Feiertagen geöffnet

Vom 15. Apr. bis 15 Okt., 15.00 bis 18.00 Uhr

Vom 16. Okt. bis 14. Apr., 14.30 bis 16.30 Uhr

 Regionalreserve von Vena del Gesso

Die Naturreserve Vena del Gesso Romagnola schütz und fördert ein großwertiges Gebiet, das unter den wichtigsten Orten des nördlichen Apennins und der italienischen Berge betrachtet wird. Grund dafür ist, dass es sich um eine seltene Bergkette handelt, die nur aus Mariengraskristallen besteht.

Die Reserve erstreckt sich vom Tal vom Fluss Lamone bis das vom Bach Sillaro und umfasst sechs Gemeinden, Brisighella, Borgo Tossignano, Casalfiumanese, Casola Valsenio, Fontanelice und Riolo Terme, und zwei Provinzen, Bologna und Ravenna.

Die Grotten

Der Aufschluss vom 6 Millionen Jahre alten Gips bildet ein großes und mehr als 40 Kilometer langes System von Grotten, Dolinen, Ponoren und Karstquellen aus, das auch spektakuläre Felsen aufweist. Die Vena del Gesso ist Teil einer gipsartigen Formation, die sich vom Piemont bis nach Sizilien erstreckt, die aber nur hier so hoch auftaucht.

Es handelt sich um ein der gipsartigen karstigen Gebiete Europas. Die bekanntesten Grotten sind:

Grotta Tanaccia (Brisighella), jederzeit außer Winter, um die Ruhe der Fledermäuse zu schützen, und immer mit einem Höhlenforscher besuchbar.

Referent: Ivano Fabbri – +39 339 2407028

Grotte vom König Tiberius, (Riolo Terme), von Mai bis September mit kostenfreier Führung besuchbar.

Besucherzentrum Hütte Cà Carnè

Das Besucherzentrum Cà Carnè befindet sich in der Reserve und eignet sich zu Wanderungen, didaktische Aktivitäten und kurzen Aufenthalten, die die Kenntnis und den Schutz der Natur als Ziel haben.

Die Hütte Cà Carnè bietet das ganze Jahre lang gutes Essen, tolle organisierte Wanderungen und auch 20 Schlafplätze in einem renovierten und verbreiteten Gebäude an.

 Die Höhenburg

Die Burg erhebt sich auf einem der drei Gipshügel, die das Dorf Brisighella dominieren. Sie wurde 1310 von den Manfredi, die Herrschaften von Faenza, errichtet und blieb unter ihrer Kontrolle bis 1500, als Cesare Borgia sie eroberte und sie die nächsten drei Jahre lang hielt.

Die Höhenburg enthält noch die Charakteristika der mittelalterlichen Festungen: Löcher für die Fallbrückenketten über dem Eingangstor, Pechnasen, Gusslöcher, Schießscharten und Laufgraben auf der Ringmauer. Sie ist heute der Sitz vom Museum der Beziehungen zwischen Menschen und Gips, weil sie über eine wunderschöne architektonische Struktur (neulich renoviert) und über unbenutzte innerliche Räume verfügt.

 

Im Museum geht es um die Jahrtausende langen Beziehungen zwischen Menschen und Gips, einem Mineral, der dieses Gebiet prägt.

Die Eingangstreppe des Turms der Manfredi auf der rechten Seite stellt eine geschichtliche Reise von der Vorzeit über das Altertum bis ins Mittelalter und in die Renaissance dar, die sich mit den menschlichen Aktivitäten in diesem Gebiet befasst. In der Vorzeit wurden die Grotten der Vena del Gesso für Beerdigungs- oder Kultzwecke besucht, die Römer zogen das wertvolle Mineral – lapis specularis (Steinglas) – heraus, im Mittelalter wurden zahlreiche Höhenburgen und Festungen auf den Gipsgipfeln aufgebaut. Der hohe Saal des Turms stellt die archäologischen Befunde auf, die sich auf diese historischen Epochen beziehen.

Der Uhrturm

Dieser Turm war ursprünglich ein Fort aus behauenen Gipsblöcken, das Maghinardo Pagani da Susinana 1290 errichtete, um die Bewegungen der Belagerten im nebenliegenden Schloss von Baccagnano zu kontrollieren.

Der Turm, zusammen mit der Höhenburg, bildete bis 1500 das Verteidigungssystem des Dorfes. Mehrmals geschadet und renoviert, wurde der Turm im Jahr 1850 komplett wiederaufgebaut und man fügte bei dieser Gelegenheit die Uhr hinzu.

Das Zifferblatt zeigt sechs Uhrzeiten. Von dort kann man einen interessanten Anblick auf die Furchen haben, die aus ausgeschwommenen hellblauen Lehmen bestehen.

Kultstätte Heilige Maria bei Monticino

Hier wird ein Heiligenbild aus gefärbter Tonerde aus 1626 von einem unbekannten Künstler verehrt.

1662 wurde es in eine Kapelle auf den ehemaligen Hügel Cozzolo bwz. Calvario übertragen, wo die Kultstätte heute steht. Der Ortsname zeigt, dass dieser Hügel abschüssig und steil ist. 1778 wurde die heutige Kultstätte aufgebaut, die im Lauf der Zeit mehrmals erneuert wurde.

Die heutige Fassade wurde 1926 nach Entwurf vom Prof. Edoardo Collamarini bei der dritten Jahrhundertfeier der Verehrung des Heiligenbilds realisiert. Die innerlichen Fresken wurden 1854 vom faentinischen Künstler Savino Lega gemalt.

Die Kirche Santa Maria degli Angeli und die Stiftkirche von Sankt Michael Erzengel in Brisighella enthalten vier Kunstwerke vom Palmezzano: Die auf dem Tron gesessene Madonna, Gott der Vater, Die Verehrung der Dreikönige und Jesus, der unter den Tempelgelehrten spricht.

 

3 grotta carne

 

3 parco carne

 

 

3 orologio brisighella

 

3.1 monticino      3.2 monticino3.3 monticino 3.4 monticino

 

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